Ein besonders prachtvolles Exemplar aus einem unermesslich reichen Fundus an Grußformeln, aus dem ein Wiener Eisenbahnbrückenbewohner jedesmal, wenn jemand an seiner Stelle passiert, dessen oder deren vermutlichen Weg bedenkend, schöpft. Erwidert man den Zuruf nicht, wird dieser um ein weiteres Ornament ergänzt, solange, bis einem vorübergehend etwas einfällt, das als Erwiderung durchgehen kann.
Von Tag zu Tag wächst, quasi parallel dazu, das Mobiliar um den Eisenbahnbrückenbewohner. Es beginnt mit Blumen. Stofftiere, Decken und Früchte folgen. Bald stehen auch Sessel auf dem Bürgersteig, bisweilen Besucher, zuletzt Lampen, Flaschen und ein Bett. Immer wenn dieses Stadium erreicht ist, verschwindet er. Als hätte ein zum Mobiliar passender Raum, irgendwo in der Stadt, ihn eingesaugt und verschluckt. Wenn er wieder auftaucht, beginnt alles von Neuem, from scratch, auf blankem Asphalt: „Guten Tag…!“