Kleiner Versuch über die unerlässliche Unleserlichkeit der eigenen Handschrift

Meine Handschrift wird schlimmer, je mehr ich notiere. Und während ich so notiere, frage ich mich, weshalb ich partout nicht daran arbeite, deutlicher zu buchstabieren, wenn das unterwegs mit der Hand Notierte doch zum Handwerkszeug gehört. In den Innereien der Mnemotechnik formuliert sich derweil folgende Vermutung: Es funktioniert eben so.  Durch das ausgiebige Starren auf die unleserlichen Zeichen der eigenen Krakelei, sinkt man, zunehmend grantig, wenn man es nur intensiv genug betreibt, irgendwann wieder vollkommen ein in das Gefühl der Szene und Situation, in der man notiert hat; so wird man echauffiert zum Transportunternehmer der eigenen Metaphern, man versetzt sich von Neuem hinein und schleppt, wenn es gelingt,  die Inhalte der einst (hoffentlich) sinnvoll aufgeladenen Zeilen aufgewühlt durch die (nicht immer…) durchlässige Membran der Schrift zurück aufs aktuelle Tapet.