
(So, denke ich, würde ich am liebsten schreiben, durchscheinend, mit der Hand in der Luft, Text aus der Landschaft lösend, in Fisch- und Vogelbuchstaben)

(So, denke ich, würde ich am liebsten schreiben, durchscheinend, mit der Hand in der Luft, Text aus der Landschaft lösend, in Fisch- und Vogelbuchstaben)

Hieroglyphen für Landung im Unwägbaren, Balancieren, Schwingen und Erzählen-davon






oder Schreiben ist wie… // Spuren Lesen / Luftakrobatik / Oder so: // Schreiben ist Weben im Sinne von / Erfindung der Werkstatt, des Rahmens / der Kettfäden durch die Augen / des Schiffchens, des Schützen / Schussfaden // Bewegung der fortwährenden Verdichtung / des Musters der Bewegung und / im Sinne der Bewegung von Pferden / im Stand, wenn etwas / nicht stimmt.


a sea change / wie durch das Meer gewandelt // Eine Schrift an der Wand für die Ausstellung Jürgen Batscheider: DER MENSCH UND DAS MEER Bilder + Skulpturen 4. 3. – 6. 5. 2018 / Fruchtkasten GALERIE Kloster Ochsenhausen


Im Grunde immer / dieselbe Art Öffnung / wie wir durchgehen / ist eine Frage der Präzision // (oder was für einem rabbit man sonst noch so folgt.. (Hakenschlagen nicht vergessen!))



Man hinkt so hinterher / den Zeichensystemen der Natur / mit den eigenen Alphabeten. // Bisweilen sendet der See / in Zwischenzeiten / spielfreudig Gestalten / mit-freundlichen-Grüßen
Co-working Space: der leere Raum
… dreht sich weiter (mit allem Theater, wenn der Rückzug gelingt, du die große Geste im hohen Bogen nicht verfehlst und rechtzeitig alle Stimmen einfängst, mit allen Schatten) ins Eigenleben –
(Ode an einen wackeren Wasserspender)






(Tinte: „Nude“ / Les encres créations d’artistes / Jacques Herbin)
Meine Handschrift wird schlimmer, je mehr ich notiere. Und während ich so notiere, frage ich mich, weshalb ich partout nicht daran arbeite, deutlicher zu buchstabieren, wenn das unterwegs mit der Hand Notierte doch zum Handwerkszeug gehört. In den Innereien der Mnemotechnik formuliert sich derweil folgende Vermutung: Es funktioniert eben so. Durch das ausgiebige Starren auf die unleserlichen Zeichen der eigenen Krakelei, sinkt man, zunehmend grantig, wenn man es nur intensiv genug betreibt, irgendwann wieder vollkommen ein in das Gefühl der Szene und Situation, in der man notiert hat; so wird man echauffiert zum Transportunternehmer der eigenen Metaphern, man versetzt sich von Neuem hinein und schleppt, wenn es gelingt, die Inhalte der einst (hoffentlich) sinnvoll aufgeladenen Zeilen aufgewühlt durch die (nicht immer…) durchlässige Membran der Schrift zurück aufs aktuelle Tapet.